aus: www.vaeternotruf.de
Vätersuizid
Jeder der ehrenamtlich oder professionell mit Trennungsvätern arbeitet, die
von Umgangsvereitelung betroffen sind, weiß um die suizidalen Gefährdungen
dieser Männer, die häufig nicht nur eine Trennung, Wohnungsverlust,
Arbeitslosigkeit und böse Briefe vom Jugendamt wegen zu zahlenden
Kindesunterhalt zu verkraften haben, sondern auch den Verlust des Kontaktes zu
ihren Kindern.
Wie viele Väter, die von Umgangsvereitelung betroffen sind, jährlich
Selbstmord begehen, ist nicht bekannt. Im allgemeinen wird die Akte beim Gericht
nach dem Tod des Vaters geschlossen. Wieder ein Fall, der sich von allein
erledigt hat. Nur diesmal nicht durch die übliche Resignation ohne Todesfolge,
sondern eine mit Todesfolge. Wie vieel von Umgangsvereitelung betroffene Väter
sich totsaufen, mit Autos gegen Bäume fahren oder ähnliches, was als Suizid
gar nicht in der Statistik erscheint, ist erst recht nicht bekannt. Dabei wäre
eine wissenschaftliche Studie zu dem Thema gar nicht so schwer zu erstellen. Das
Forscherteam würde einfach eine bestimmte Anzahl von strittigen Fällen (günstig
vielleicht 1.000) zu einem Stichtag registrieren und nach fünf Jahren eine
Kontrolluntersuchung machen. "Und dann schaun wir mal".
Hinzu kommen die besonders tragischen Fälle, wo der Vater nicht nur sich
selbst, sondern auch das eigene Kind tötet.
Kein Mensch weiß, wie viele Väter sich jährlich das Leben nehmen, weil sie
die schwere Lebenskrise einer Trennung mit anschließender Umgangsvereitelung
psychisch nicht verkraften. Eine Langzeituntersuchung bei obdachlosen Männern
könnte da sicher nähere Erkenntnisse bringen.
Angesichts der nicht selten zu beobachtenden Schwerfälligkeit des
familiengerichtlichen Apparates und von Ten
gelobtdenzen der staatlichen Unterstützung
ausgrenzender Mütter, dürfte es nicht verwundern, wenn sich die jährlichen
Suizide (einschließlich verdeckter Suizide durch Unfälle, Krankheiten, etc.)
bei einigen Hundert liegen würde.
Das Institut für Geschlechter- und Generationenforschung der Uni Bremen führte
im Jahr 2001 unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Amendt eine umfangreiche Studie
über unterhaltspflichtige Väter durch. Damit wurden erstmalig im
deutschsprachigem Raum Scheidungsväter ausführlich zu ihren Problemen und
Konflikten befragt, in die sie durch die Trennung von der Familie in sehr
unterschiedlichen Weisen geraten. Nicht erreicht wurden hier allerdings Väter,
die schon innerlich den Kontakt zur Außenwelt abgebrochen haben.
Umgangs- und Sorgerrechtsstreit Martin Sp./AG Buxtehude; Suizid von
Martin Sp., geb., wh. gewesen .....
Betr.: Suizid unseres Sohnes Martin
Sp. wegen der ... Richterin Dr. Hupka vom Amtsgericht Buxtehude hinsichtlich
seiner Tochter S..., geb. ... .2008
Sehr geehrter Herr Dr. Aping
und Leiter des Amtsgerichtes Buxtehude,
wir mußten fürchterliches Leid
erfahren. Unser Sohn Martin Sp. beging Suizid durch Einatmen von Heliumgas
und wurde am 29.5.17, in seiner 3-Zimmer-Wohnung in H tot von der Polizei
nach dem Aufbrechen der Türe aufgefunden. Innerhalb der Wohnung hatte er sich in
seinem Zimmer eingeschlossen. Neben ihm lagen auf seinem Bett 4 Abschiedsbriefe,
in denen er sich verzweifelt wegen den ... der Richterin Dr. Hupka und der
Justiz zeigte. Der nichtnatürliche Tod wurde vom Polizeipräsidium Hamburg, LKA
41, bearbeitet.
Zermürbt von den 5-jährigen Rechtsstreitigkeiten mit der
Justiz und den unten geschildertenen ... der Richterin Dr. Hupka wählte er den
Freitod. Er hatte extrem hohe Gerichts- und Rechtsanwaltskosten, allein 2014 ca.
16 000 EUR, während die Kindesmutter nach unserer und Martins Einschätzung
ungerechtfertigt kostenlos die gerichtliche Verfahrensbeihilfe bekam. Ein Anruf
genügte und ihre gerichtlich bezahlte Rechtsanwältin Scherzer verfaßte schon
einen Schriftsatz. Wir wollen auch dagegen vorgehen und wollen vom AG Buxtehude
den Weg genannt bekommen.
...
Auf dem Bett lag noch das Gutachten v. 16.5.17 von Prof. Dr. Heubrock aus
Bremen. Wir gehen davon aus, daß Martin am 25.5.17 (Vatertag) sich das Leben
nahm.
Prof. Dr.Heubrock aus Bremen hatte als Gutachter u.a. die
Unterlagen von der Klinik Buchholz des Jahres 2012 geprüft und einen von der
Kindesmuttern angedeuteten sexuellen Mißbrauch seiner Tochter S.... durch Martin
ausgeschlossen und ihn nach den ungerechtfertigten Unterstellungen der
Kindesmutter N....
voll rehabilitiert.
...
Das Az. des AG Buxteshude lautet wie folgt: NZS 8 F 98/16 UG.
...
Weitere Personalien:
Wilhelm Sp. (Vater), Erster
Kriminalhauptkommissar a.D., geb. , wh. ....
MfG, Wilhelm
Sp.
Werner N.
Werner N. ist der zweite Vater innerhalb weniger Tage, der die Machenschaften
der deutschen Kinder- und Jugendhilfeindustrie und die staatliche geförderte
Entfremdung zwischen Eltern und ihren Kindern mittels Zersetzungstechniken und
seelischen Quälereien nicht mehr ertragen konnte. Der Vertriebsingenieur und
Vater zweier Kinder nahm sich laut Kriminalpolizei Mönchengladbach in der Nacht
zu Donnerstag in seiner Wohnung das Leben. Er hinterlässt eine 26-jährige
Tochter und einen vierjährigen Sohn, die er über alles liebte.
Werner war der hiesigen Redaktion als sehr sympathischer Mensch persönlich
bekannt. Er war regelmäßig auf den Weltkindertagen in Bonn und Köln
vertreten. Neben seinem ehrenamtlichen Engagement bei öffentlichen
Veranstaltungen war er erster Vorsitzender des Essener Elternvereines EfKiR
(Eltern für Kinder im Revier) e.V. und setzte sich auch dort stets für
Kinderrechte ein.
Werner musste am Familiengericht in Mönchengladbach selbst erleben, wir er
systematisch aus der väterlichen Verantwortung für seinen vierjährigen Sohn
gedrängt wurde. Er fühlte sich vom Familiengericht, vom Amtsgericht und vom
Landgericht Mönchengladbach systematisch entrechtet und kriminalisiert und vor
allem von staatlichen Stellen immer wieder aktiv daran gehindert, mit seinem
geliebten Sohn Umgang haben zu können. ...
In stillem Gedenken
22.02.2014, Berlin/Mönchengladbach
Mit freundlichen Grüßen / Sincerely Yours
Dipl.-Red. (FH) Michael Mosuch, Freelance Journalist (DJV - Deutscher
:Journalisten-Verband e.V.), Press Card No: 04-7259-ch
Hans-Thoma-Ring 46, D-38448 Wolfsburg, Germany
P: 0152-05942987, F: 03212-1301522,M:mmosuch@googlemail.com
Roland R.
Gesendet: Donnerstag, 13. Februar 2014 um 20:26 Uhr
Von: ARCHE <archezeit@gmx.de>
An: "'AZ Zukunft für uns und unsere Kinder'" <archezeit@gmx.de>
Betreff: Nachricht vom Tod des Blauen Weihnachtsmannes Dr. Roland Rehmet -
Trauerfeier am Samstag Blauer Weihnachtsmann setzt seinem Leben ein Ende
Postulat: Veränderung unserer Gesellschaft im Kindschaftsrecht, in der
Gleichstellung und in der Suizidprävention
Im Dezember 2013 noch aktiv gegen Eltern-Kind-Entfremdung. Blauer
Weihnachtsmann. Dr. Roland R. bei der Aktion 'Geschenke, die nicht ankommen.
Annahme verweigert!', um zu demonstrieren, dass entfremdete Kinder sogar die
Geschenke ablehnen, nicht nur den Kontakt zum liebenden Elternteil. <http://www.archeviva.com/wp-content/uploads/2014/02/ARCHE-Extern-Foto-Keltern-Weiler-Blauer-Weihnachtsmann-Dr.-Roland-Rehmet.jpg>
Im Dezember 2013 noch aktiv gegen Eltern-Kind-Entfremdung. Blauer
Weihnachtsmann. Dr. Roland R. bei der Aktion ‘Geschenke, die nicht
ankommen. Annahme verweigert!’, um zu demonstrieren, dass entfremdete Kinder
sogar die Geschenke ablehnen, nicht nur den Kontakt zum liebenden Elternteil.
weiter: http://www.archeviva.com/blauer-weihnachtsmann-setzt-seinem-leben-ein-ende/
Mit herzlichen Grüßen
Heiderose Manthey
1. Vorsitzende des ARCHE e.V.
Gründerin und Leiterin der ARCHE, Pädagogin, Freie Journalistin
ARCHE - DAS LEBEN
Kohlenmonoxid: Die Mutter und ihr Ehemann stellten Grill in die Wohnung
Der "leise Tod" der Familie W.
Neue Details zum Bramstedter Familiendrama: Rüdiger W. stand vor der Kündigung.
Gemeinsam mit seiner Frau fasste er den Entschluss, in dem Haus Holzkohle zu
entzünden.
Von Wolfgang Klietz
Bad Bramstedt -
Polizisten sprechen von einem "leisen Ende". Eine
Kohlenmonoxid-Vergiftung hat zum Tod der Familie aus Bad Bramstedt geführt, die
in der Nacht zum 19. Februar am Landweg starb. Das tödliche Gas entstand, als
Holzkohle auf einem Grill in der Wohnung entzündet wurde. Ein Beamter:
"Die sind vermutlich langsam eingeschlafen."
Die Toten wurden im Kieler Institut für Rechtsmedizin obduziert. Einen
Unfall oder Fremdverschulden schließt die Polizei Unfall aus. Rüdiger W. (38)
und seine Frau Jennifer (33) hatten offenbar gemeinsam den Entschluss gefasst,
sich selbst und die Kinder Angelina (12) und Justin (11) zu töten. Polizisten
sprechen von einer "einvernehmlichen" Entscheidung der Erwachsenen,
ohne Details zu nennen.
Noch ist die Suche nach dem Motiv nicht beendet. Doch immer klarer zeichnet
sich ab, dass Rüdiger und Jennifer W. keine Zukunft für die Familie sahen.
Erst vor wenigen Monaten war das Ehepaar mit den Kindern, die aus der ersten Ehe
der Mutter stammen, von Bottrop (Nordrhein-Westfalen) nach Bad Bramstedt
gezogen. Rüdiger W. hatte nach seiner Arbeitslosigkeit eine neue Arbeit in
Schleswig-Holstein gefunden, Nachbarn berichten von einem fröhlichen Umzug (wir
berichteten).
Die Hoffnung auf ein neues Leben zerschlug sich jedoch schnell: Die Familie
konnte ihre Schulden nicht mehr bezahlen. Außerdem kam jetzt heraus, dass Rüdiger
W. kurz vor de Kündigung in seinem neuen Job bei der Firma in Schenefeld (Kreis
Pinneberg) stand. "Die Situation kam ihnen aussichtslos vor", so ein
Beamter.
Rüdiger W. litt außerdem unter großen psychischen Belastungen, weil er
keinen Kontakt zu seinem eigenen, sieben Jahre alten Sohn hatte. Das Kind lebt
bei seiner Ex-Frau im Ruhrgebiet. Immer wieder hatte W. in seinem
Internet-Tagebuch (Blog) beklagt, dass sie Treffen mit dem Jungen unterbinde.
Jeder Versuch, mit dem sieben Jahren alten Kind Kontakt aufzunehmen, war im
vergangenen Jahr gescheitert.
Die Familie wurde eingeäschert und zur Bestattung ins Ruhrgebiet übergeführt.
Mehrere Angehörige hatten zuvor in der Bramstedter Friedhofskapelle an den Särgen
Abschied von den Toten genommen.
Bei einem anschließenden ökumenischen Gedenkgottesdienst in der
katholischen Kirche an der Straße Sommerland sprach der evangelische Pastor
Bernd Hofmann von einem bösen Traum, aus dem es kein Erwachen gebe. Zahlreiche
Bramstedter besuchten den Gottesdienst, der gemeinsam von Hofmann und seinem
katholischen Kollegen Berthold Bonekamp-Kerkhoff gehalten wurde. Auf einem Tisch
in der Kirche zündeten die Geistlichen Kerzen an - für jeden Toten eine. Vor
dem gelben Haus am Landweg brennen zum Gedenken an die Toten immer noch
zahlreiche Friedhofskerzen. Regelmäßig liegen dort frische Blumen. Neben der
Haustür hängt ein Trauerkranz. Viele Menschen haben ihre Gedanken über das
Familiendrama auf Zettel geschrieben und sie aufgehängt. Der Familienname wurde
vom Briefkasten entfernt.
erschienen am 5. März 2009
http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/05/1073298.html
Kommentar Väternotruf
"Hier küsst der Killer sein Opfer" titelte
die Bildzeitung am 22.02.2009 - http://www.bild.de/BILD/news/2009/02/22/hier-kuesst/der-killer-sein-opfer.html
Im Abendblatt vom 05.03.2009 - http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/05/1073298.html
- heißt es dagegen "Kohlenmonoxid: Die Mutter und
ihr Ehemann stellten Grill in die Wohnung". Ja was denn nun? Böser Mann
oder böse Frau oder böser Mann und böse Frau, die das Leben von zwei Kindern
auslöschten, für die die Mutter vermutlich das alleinige Sorgerecht hatte.
Doch wie sagte schon Adolf Hitler? Zitat: Dabei "betonte der Führer (Adolf
Hitler) mit aller Entschiedenheit, daß nicht die Sorge für das Wohl des Kindes
in erster Linie ausschlaggebend sei, sondern das ethische Recht der Mutter auf
das Kind", zitiert nach Schubert, Das Familien- und Erbrecht unter dem
Nationalsozialismus, 1993, 703,704
Nun hat eine Mutter von diesem Hitlerschen Privileg
Gebrauch gemacht und keiner fragt mehr, nach Schuld. Klappe zu Affe tot, der nächste
bitte.
Rüdiger W. - ein verzweifelter Vater
Der Vorsitzende des Vereins "Väteraufbruch für Kinder", Roger
Lebien, ist davon überzeugt, dass der Streit um die Kinder nach Scheidungen in
vielen Familien den "Grundstein" für eine Katastrophe legen kann, wie
sie sich in Bad Bramstedt abgespielt hat. Lebien hat das Internet-Tagebuch (Blog)
von Rüdiger W. gelesen und ist davon überzeugt, dass die erzwungene Trennung
von seinem sieben Jahre alten Sohn den Familienvater zur Verzweiflung getrieben
hat. "Offenbar aus der eigenen, von christlichen Wertvorstellungen geprägten
Erziehungserfahrung heraus versuchte er vergeblich - trotz Trennung und
Scheidung - einem bestimmten, ideellen Vaterbild gerecht zu werden",
schreibt Lebien über W. Obwohl er bei Gericht einen Umgang mit seinem Sohn aus
erster Ehe zugesprochen bekommen habe, ließ sich der Kontakt nicht durchsetzen.
Lebien: "Wollen Politik und Justiz künftige Tragödien ernsthaft
vermeiden, so werden sie nicht umhinkommen, die immateriellen Rechte von Vätern
nach Trennung und Scheidung zu stärken oder eine Mitverantwortung für
derartige Fälle zu übernehmen."
tz
erschienen am 5. März 2009
http://www.abendblatt.de/daten/2009/03/05/1073256.html
Erweiterter Selbstmord
Familie in Bad Bramstedt tot aufgefunden
Panorama, 20.02.2009, DerWesten
Bad Bramstedt. Schon wieder ist es in Norddeutschland zu einer Familientragödie
gekommen. Die Polizei hat in einem Haus in Bad Bramstedt die Leichen einer vierköpfigen
Familie gefunden. Die Beamten gehen davon aus, dass der Vater sich selbst und
seine Frau und Kinder tötete.
Eine vierköpfige Familie im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt ist
offenbar Opfer eines sogenannten «erweiterten Selbstmordes» geworden. Wie die
Polizei am Freitag mitteilte, hatten die Beamten nach einer Vermisstenmeldung
des Arbeitgebers vier Leichen in einem Wohnhaus entdeckt. Es handelt sich um
Vater, Mutter und zwei Kinder.
Erweiterter Selbstmord
Ein Beamter der Spurensicherung betritt das Haus, in dem die Toten gefunden
worden waren. Foto: ddp
Ein Polizeisprecher in Bad Bramstedt erklärte, die Ermittlungen deuteten auf
einen «erweiterten Selbstmord» hin. So werden Fälle genannten, in denen dem
Selbstmord die Tötung anderer Personen vorausgeht, etwa von
Familienmitgliedern.
Nach bisherigen Ermittlungsstand handelt es sich bei den Toten um ein Ehepaar
mit zwei Kindern. Der Mann war 38 Jahre, die Mutter 33 Jahre alt, das Mädchen
zwölf und der Junge elf Jahre alt. Die Leichen werden in der Rechtsmedizin in
Kiel untersucht. Die Todesursache ist laut Polizei noch offen. Die
Staatsanwaltschaft Kiel leitet die Ermittlungen.
Arbeitgeber gab Vermisstenmeldung auf
Laut Polizei hatte der Arbeitgeber des Mannes die Vermisstenmeldung
abgegeben. Als die Polizei sich daraufhin Zutritt zum Wohnhaus der Familie 40
Kilometer nördlich von Hamburg verschaffte, wurden die vier Leiche entdeckt.
.......
http://www.derwesten.de/nachrichten/nachrichten/panorama/2009/2/20/news-111991159/detail.html
Bad Bramstedt
Vater vermutlich für Familiendrama verantwortlich
Die Kieler Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 38-jährige Vater für
das Familiendrama von Bad Bramstedt verantwortlich ist. Zwar schließt sie die
Mittäterschaft der Mutter noch nicht aus, doch es gebe keine Hinweise auf
Beteiligung eines Fremden. Die Polizei sucht weiter nach dem Motiv für die Tat.
„Es spricht einiges dafür, dass der Mann seine Frau und die beiden Kinder
tötete und dann sich selbst“, sagte Oberstaatsanwalt Uwe Wick. Es sei aber
auch nicht ganz auszuschließen, dass die 33 Jahre alte Mutter die Täterin war.
Fremdeinwirkung aber werde nicht in Betracht gezogen. Zum Ergebnis der Obduktion
wollte Wick wegen der laufenden Ermittlungen nichts sagen. Auch zum Motiv der
Gewalttat wurde nichts bekannt.
Das Ehepaar und die beiden zwölf und elf Jahre alten Kinder waren am
Donnerstag tot in ihrer Wohnung in Bad Bramstedt gefunden worden. Die Familie
war erst vor einigen Monaten aus dem Ruhrgebiet nach Schleswig-Holstein gezogen.
Die Polizei fand die Leichen nach einer Vermisstenmeldung. „Der Arbeitgeber
des Mannes hat ihn am Donnerstag als vermisst gemeldet, weil er nicht zur Arbeit
gekommen war“, erklärt der Sprecher der Kieler Polizei, Jürgen Börner.
Daraufhin fuhren Beamte zu dem Haus und machten den grausigen Fund. „Durch ein
Fenster haben die Kollegen die Leichen gesehen und sich dann Zutritt zum Haus
verschafft“, sagt Börner. Die Leichen lagen demnach alle in einem Zimmer.
Sofort sei der Notarzt gerufen worden, der aber nur noch den Tod habe
feststellen können.
Das Wie und Warum ist laut Börner noch völlig unklar: „Zu den Tatumständen
können wir derzeit noch keine Angaben machen.“ Noch in der Nacht wurde mit
der Spurensuche begonnen, die Leichen wurden in die Kieler Rechtsmedizin
gebracht. Die Ermittler wollten sich zur persönlichen und finanziellen
Situation der Familie nicht äußern.
Die Nachbarn sind erschüttert. „Es ist einfach nicht zu verstehen, dass
jemand seine Familie selbst auslöscht“, sagt Günther Jakubzik, der direkt
neben dem Haus eine Autowerkstatt betreibt. „Das war eine normale gut
situierte Familie. Freundlich, nett und zurückhaltend“, erzählt er weiter.
Sie sei erst vor einigen Monaten hierher gezogen, habe still und zurückgezogen
gelebt. Alle seien gut gekleidet gewesen, und die Fenster seien schön geschmückt.
Auch eine andere Nachbarin kann die Tat nicht glauben. „Das ist so
schrecklich. Die arme Familie“, sagt die 38-Jährige, die ihren Namen nicht
nennen möchte. Ihre Tochter und das getötete Mädchen seien auf die selbe
Hauptschule im Ort gegangen. „Die machten so einen netten Eindruck“, sagt
die Nachbarin weiter. Sie vermutet finanzielle Schwierigkeiten als Motiv: Erst
vor kurzem sei der BMW des Mannes abgeholt worden.
Ein Mann und ein Mädchen, die auf dem selben Grundstück wie die verstorbene
Familie wohnen, wollen sich nicht äußern. Mit erstarrten Gesichtern gehen sie
davon.
21. Februar 2009
http://www.welt.de/vermischtes/article3247952/Vater-vermutlich-fuer-Familiendrama-verantwortlich.html
Hier küsst der Killer sein Opfer
Im Dezember 2007 heiraten Rüdiger W. (†38) und Jennifer B. (†33)
Es war der schönste Tag in ihrem Leben. Ein Jahr nach diesem Hochzeitsfoto tötet
der Mann die Frau, die er hier liebkost, und ihre beiden Kinder. In BamS erzählen
die Freunde, die heute mit der scheinbar heilen Familie zum Kartenspielen
verabredet gewesen wären.
„In jedem neuen Anfang steckt ein Stück Hoffnung. Ich freue mich auf unser
Abenteuer und hoffe, dass alles gut gehen wird.“
Vier Monate, nachdem er diese Worte in sein Internet-Tagebuch schreibt, zieht
Rüdiger W. ein letztes Mal die Jalousien seiner Wohnung in Bad Bramstedt
(Schleswig-Holstein) herunter.
Zwei Tage später lassen Polizisten seine Wohnungstür öffnen. Hinter ihr
finden sie vier Leichen: Rüdiger W. († 38), seine Frau Jennifer († 33) und
deren Kinder Angelina († 12) und Justin († 11) liegen leblos im Wohnzimmer.
Alles deutet darauf hin, dass die Familie starb, weil der Vater verlor, was
er noch vier Monate zuvor in seinem Tagebuch beschworen hatte: die Hoffnung.
Oberstaatsanwalt Uwe Wick sagt: „Es ist davon auszugehen, dass Rüdiger W.
seine Familie getötet hat.“ Motiv: finanzielle Schwierigkeiten.
Was für ein Mann war Rüdiger W.? Spurensuche in Bad Bramstedt.
Hintergrund
Erst im Oktober war Rüdiger W. mit seiner Frau Jennifer und deren Kindern
aus erster Ehe aus Bottrop (NRW) in den 13 000-Einwohner-Ort gezogen. Schnell
schlossen sie Freundschaft mit der Familie von Manuela E. (39).
Ihre Kinder besuchten gemeinsam die Maienbeck-Grundschule. Abends trafen sie
sich zum Kartenspielen, auch für den heutigen Sonntag waren sie verabredet.
Zu BILD am SONNTAG sagt Manuela E.: „Rüdiger war ein offener Typ. Er und
seine Familie schienen sich hier wohlzufühlen, seine Ehe mit Jennifer war sehr
harmonisch.“ Auch ihre Kinder mochten einander. Ein Tag vor Angelinas Tod übernachtete
noch Manuela E.s Tochter Patricia bei ihr in der Altbauwohnung.
Aber während die beiden Karaoke sangen und mit Angelinas Lieblingskatze Püppi
spielten, verzweifelte Rüdiger W. offensichtlich immer mehr.
Seit Jahren hatten sich seine Schulden aufgetürmt. Ihren vorläufigen
Tiefpunkt erreichte die Familie am 10. Juli 2008: An diesem Tag musste Rüdiger
W. den Offenbarungseid ablegen.
Der gelernte Elektriker und ehemalige Bundeswehr-Soldat war zahlungsunfähig
und arbeitslos. Hinzu kam der Rosenkrieg mit seiner Exfrau, die ihn mit immer
neuen Unterhaltsansprüchen überhäuft haben soll.
Im Herbst die vermeintliche Wende: Rüdiger fand einen Job als
Medizintechniker im Hamburger Forschungskonzern Proderm. Manuela E.: „Er hatte
sich mehr aus Spaß beworben, war so glücklich, dass die Firma ihn haben
wollte.“
Der Neuangestellte W. erhielt von einer Bramstedter Bank einen Kredit,
richtete seiner Familie und sich damit die neue Wohnung ein.
Bottrop, seine Schulden und die Exfrau – das alles schien Rüdiger hinter
sich gelassen zu haben. Doch sein Glück währte nur kurz.
Weil W. seiner Bramstedter Bank den Offenbarungseid verschwiegen hatte,
forderte die umgehend das ausgezahlte Geld zurück. Wieder stand W. vor dem
Nichts.
Dienstagmorgen traf Manuela E. ihre Freundin Jennifer zum letzten Mal: „Wir
waren gemeinsam einkaufen, wollten die Tage eigentlich auf der Terrasse grillen.
Alles war wie immer.“
Doch das war es nicht. Denn an diesem Tag hatte Rüdiger W. das Todesurteil für
sich und seine Familie offenbar bereits gefällt.
http://www.bild.de/BILD/news/2009/02/22/hier-kuesst/der-killer-sein-opfer.html
Kommentar Väternotruf:
Laut "Bild" ist Rüdiger W. nicht der Vater
der beiden getöteten Kinder, also auch kein geschiedener Vater. Dieser Umstand
wird in den anderen Zeitungsmeldungen nicht angesprochen, so dass man meinen könnte,
ein Vater habe seine beiden Kinder getötet.
Wenn aber Rüdiger W. nicht der Vater der beiden getöteten
Kinder ist, dann ist ein anderer Mann der Vater. Eigenartiger Weise wird in
keiner der zahlreichen Zeitungsmeldungen von diesem Vater berichtet, der
immerhin auf einen Schlag seine beiden Kinder verloren hat.
Es wäre nicht der erste Fall, wenn der tatsächliche
Vater vor dem Umzug der Mutter, hier von Bottrop nach Bad Bramstedt, durch
Jugendamt und Familiengericht ent-sorgt wurde, mit dem amtlichen Vortrag, dies
entspräche dem Wohl der Kinder am besten und dem heimlichen Gedanken, ein Kind
gehört der Mutter
Ermittlungen um Familiendrama werden eingestellt
Einsatzfahrzeug der Polizei in Bad Bramstedt vor dem Wohnhaus, in dem die
vier Leichen entdeckt worden waren.
Bad Bramstedt (dpa/lno) - Das Familiendrama in Bad Bramstedt mit vier Toten
wird die Ermittler nicht weiter beschäftigen. «Wir werden das Verfahren
einstellen, weil wir gegen Tote nicht ermitteln können», sagte ein Sprecher
der Kieler Staatsanwaltschaft am Montag. Zur Todesursache und dem genauen Motiv
der Gewalttat wollte er keine Angaben machen. «Die Hintergründe liegen im
familiären Umfeld, in persönlichen Problemen.» Die Polizei hatte das Ehepaar
und die beiden elf und zwölf Jahre alten Kinder am Donnerstag tot in seiner
Wohnung in Bad Bramstedt gefunden. Die Familie war erst vor einigen Monaten aus
dem Ruhrgebiet nach Schleswig-Holstein gezogen.
© Die Welt
erschienen am 23.02.2009 um 13:04 Uhr
http://newsticker.welt.de/index.php?channel=ham&module=dpa&id=20446636
Drama: Mordkommission hat Spurensicherung abgeschlossen
Familie getötet - Bad Bramstedt trägt Trauer
Vieles spricht dafür, dass der Vater die Tat beging. Aber weiterhin keine
Klarheit über das Motiv.
Die ehemaligen Nachbarn in diesem Haus in Bottrop erinnern sich gern an Rüdiger
W.: "Ein höflicher Mann."
Blumen liegen vor der Haustür, Kerzen brennen. Der Eingang zum gelben Haus
am Landweg in Bad Bramstedt ist ein Ort der Trauer um die Familie W. Am Freitag,
als sich die Nachricht vom Tod des Ehepaares und der beiden Kinder im Kurort
herumgesprochen hatte, haben sich viele Bramstedter den Schock von der Seele
geredet. Jetzt schweigen sie.
Für den Kieler Staatsanwalt Uwe Wick spricht einiges dafür, "dass der
38-jährige Rüdiger W. seine Frau und die beiden Kinder tötete und dann sich
selbst". Aber warum entschließt sich ein Mensch, seine Familie und sich
selbst auszulöschen? Heute und morgen wird die 13 000-Einwohner-Stadt Trauer
tragen. Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach hat angeordnet, dass halbmast
geflaggt wird. In den Schulklassen der beiden toten Kinder stehen Lehrern und
Mitschülern schwere Stunden bevor. "Wir müssen Trauerarbeit
leisten", heißt es aus der Stadtverwaltung.
Die Spurensicherung hat ihre Arbeit beendet. Die beiden Eingangstüren zum
Erdgeschoss sind mit Dienstsiegeln verklebt. Vor den Fenstern sind alle
Jalousien heruntergelassen.
Jennifer und Rüdiger W. verbrachten 2008 mit den Kindern Urlaub in Kitzbühel.
Zeugen berichten von einer fröhlichen Familie.
Jennifer und Rüdiger W. verbrachten 2008 mit den Kindern Urlaub in Kitzbühel.
Zeugen berichten von einer fröhlichen Familie. Foto: BÜH
Wie berichtet, hatte Polizisten am Donnerstagabend die Wohnung nach einer
Vermisstenmeldung aufbrechen lassen und die Leichen von Rüdiger und Jennifer W.
(genannt "Jenny") sowie der Kinder Angelina (12) und Justin B. (11)
entdeckt. Das Mädchen und der Junge stammen aus der ersten Ehe von Jennifer W.
Was genau in der Nacht zum Donnerstag geschah, ist weiter ungeklärt. Auch über
die Art und Weise, wie die Familie ums Leben kam, schweigen die Ermittler. Nur
so viel sagte ein Beamter: "Es gab kein Blutbad." Dass ein Unbekannter
die Familie auslöschte, schließen die Ermittler der Kieler Mordkommission aus.
Wick hatte am Freitag "familiäre Gründe" als Motiv genannt.
Spekuliert wird aber auch über finanzielle Sorgen bis zum Offenbarungseid von Rüdiger
W. Doch dagegen spricht, dass die Miete (600 Euro warm) stets pünktlich bezahlt
wurde und die Familie oft auf Reisen war.
Die vier waren erst vor wenigen Monaten von Bottrop nach Bad Bramstedt
gezogen. Im Ruhrgebiet hatten sie in einem Wohnblock an der
Ernst-Moritz-Arndt-Straße gewohnt - eine einfache, aber gepflegte
Arbeitergegend. Dass die Familie, die hier rund vier Jahre im Erdgeschoss lebte,
nun tot in Bad Bramstedt aufgefunden wurde - die Menschen im Viertel können es
nicht fassen. "Gerade er war ein so höflicher Mann", sagt ein ehemals
benachbartes Paar. Rüdiger W. sei zu einer solchen Tat nicht fähig, meint eine
Frau. Was sie an der Nachricht vor allem schockiert, ist der Tod der Kinder.
"Sie können doch nichts für die Probleme der Eltern. Warum zieht man sie
da hinein?" Eine 60 Jahre alte Frau berichtet aber auch über Konflikte mit
Jennifer W. "Manchmal hatte ich Angst vor ihr", sagt sie. Dennoch: Die
Familie habe bei ihrem Umzug Ende 2008 einen fröhlichen Eindruck gemacht.
Am 20. Dezember 2007 hatten Jennifer und Rüdiger W. geheiratet. Danach ist
die Familie oft verreist. Sie machte Urlaub in Kitzbühel, auf Helgoland und am
Bodensee. Gemeinsam besuchten sie außerdem ein Spiel der Fußball-Europameisterschaft.
Die Familie leistete sich die Urlaube, obwohl Rüdiger W. nach seiner Tätigkeit
bei der Bundeswehr (Artillerieregiment 7) länger arbeitslos war. Schließlich
fand er einen Job in Schenefeld bei Hamburg. Deswegen war die Familie in den
Norden gezogen.
Alle Familiemitglieder haben oft mit ihren Spitznamen im Internet gechattet.
Angelina war "Babyzicke", Justin nannte sich "Schmusebär".
"Zicke" hieß die Mutter Jennifer, Rüdiger W. benannte sich nach dem
Computerspiel "Tux Racer" und schrieb ein Internet-Tagebuch (Blog).
Viele seiner Texte und die Fotos von den Reisen zeigen das Bild einer glücklichen
Familie. "Ich liebe Dich", schrieb "Zicke" am 4. November
2008 an ihren "Tux Racer". Er antwortete vier Tage später: "...
und ich Dich noch mehr." Auch die Angehörigen von Rüdiger W. gingen
offenbar von einer harmonischen Partnerschaft aus. Am 8. Dezember 2008 schrieb
ein enges Familienmitglied an Rüdiger W.: "Ihr beide seid ein tolles Paar,
ultimativ mit Energie für die Herausforderungen, die Euch das Leben stellt. Ihr
beide schafft alles zusammen." Und weiter: "Damit es alle wissen, Rüdiger
ist der ehrlichste und korrekteste Mensch den ich kenne."
Das ist die fröhliche Seite von Rüdiger W. Die andere: Er hatte
gesundheitliche Probleme, litt unter schweren Allergien. Die Luft im Norden habe
ihm gutgetan, schrieb er. Außerdem gab es noch ungelöste Konflikte mit einer
früheren Partnerin. Er habe einen Kampf verloren, schrieb W. nebulös im
Oktober 2008. "Aber die Schlacht entscheidet sich erst viel später."
Das Familiendrama von Bad Bramstedt ist noch längst nicht aufgeklärt.
erschienen am 23. Februar 2009
http://www.abendblatt.de/daten/2009/02/23/1059443.html
Kommentar Väternotruf:
"Familiäre Gründe" soll der Kieler
Staatsanwalt Uwe Wick als Tatmotiv genannt haben. "Familiäre Gründe"
das ist immer eine gute Begründung, denn "Familiäre Gründe" haben
wir ja alle. Auch Staatsanwalt Uwe Wick hat familiäre Gründe, warum er als
Staatsanwalt arbeitet. Da spart man sich jede Menge Nachfragen und das spart der
Staatsanwaltschaft doch eine Menge Zeit.
Wenn wir jedoch zukünftige Familiendramen der obigen
Art reduzieren wollen, dann kommen wir nicht umhin, uns auch den Motiven
zuzuwenden, denn nur so kann man präventiv wirksSuizid Vateram werden. "Familiäre Gründe"
als der Weisheit letzter Schluss reicht da schlichtweg nicht aus, andernfalls könnte
man auch da auch gleich die Christian-Albrechts-Universität Kiel mitsamt dem
Institut für Sanktionenrecht und Kriminologie - Direktorin Prof. Dr. jur.
Monika Frommel sparen, denn wozu sollen die noch forschen und Steuergelder
verbrauchen, wenn man schon einfache Erklärungen wie "Familiäre Gründe"
hat`?
Mitte
Mann stürzt sich am Potsdamer Platz in den Tod
Ein 52-Jähriger hat sich mit einem Sprung von einem Hochhaus am Potsdamer
Platz am Donnerstagabend das Leben genommen. Der Unglücksort musste zeitweise
gesperrt werden.
14.11.2008
Berlin - Am Donnerstagabend hat sich ein 52-Jähriger aus Niedersachsen von
der Aussichtsplattform "Panoramapunkt" am Potsdamer Platz in die Tiefe
gestürzt. Die Polizei geht nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen von
Selbstmord aus, da sie am Tatort einen Abschiedsbrief fand.
Ein Zeuge beobachtete den Vorfall gegen 18.30 Uhr, als er gerade am Gebäude
vorbeilief. Der 52-Jährige stürzte 95 Meter in die Tiefe, schlug auf ein fünf
Meter hohes Gerüst auf, das über dem Gehweg vor dem Gebäude aufgestellt ist,
und blieb dort regungslos liegen. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Während der
Bergung des Toten war die Alte Potsdamer Straße zwischen Varian-Fry-Straße und
Potsdamer Platz bis 19 Uhr 30 gesperrt. (nal)
http://www.tagesspiegel.de/berlin/Polizei-Justiz-Mitte-Suizid;art126,2661255
Kommentar Väternotruf:
Arnim Franz, geboren am 19.04.1956, gestorben am
13.11.2008 beim Sprung vom Hochhaus am Potsdamer Platz.
Sprung eines Vaters von einem Hochhaus am Potsdamer
Platz. Tragisches Ende eines beim Amtsgericht Nauen und dem Jugendamt Landkreis
Havelland (Falkensee) ausgetragenen Familienkonfliktes zwischen einer
machtversorgten Mutter und einem ohnmächtigen Vater.
"Das Kind soll endlich zur Ruhe kommen",
dieser Leitsatz vieler Alleinvertretung beanspruchender Mütter, konservativer
Jugendamtsmitarbeiter und Familienrichter, hier wird er nun Wirklichkeit - kein
Vater mehr, der Widerspruch anmeldet und Beamtenseelen aus dem Gleichgewicht
bringt. Nun kann man im Amt endlich die Akte schließen, tief durchatmen und den
nächsten Fall in der gewohnten bürokratischen Weise abarbeiten.
Ein Nachruf von Daniela Quennet
Freundin von Arnim Franz - geboren im Frühling der Hoffnung in Konstanz am
19.04.1956, gestorben im Herbst der Hoffnungslosigkeit in Berlin am 13.11.2008
nach einem Sprung von einem Hochhaus im Herzen der Stadt am Potsdamer Platz und
doch so unendlich allein.
http://www.die4ma-music.de/
-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:
Gesendet: Dienstag, 30. Dezember 2008 12:21
An: info@vaeternotruf.de
Betreff: Eine traurige Geschichte
Guten Tag,
im Anhang finden Sie "Eine traurige Geschichte".
Mein Lebenspartner beging am 13.11.2008 Suizid. Den Verlust kann ich kaum
ertragen, da alles so unendlich traurig und unnötig war.
Arnim könnte noch leben!!!! Nur die grenzenlose Verzweiflung trieb ihn in
diese Tat.
Für Risiken und Nebenwirkungen brauche ich nicht meinen Arzt Apotheker
fragen.
- Frau Passerini, Richterin am Familiengericht in Nauen
- Frau Olbert, Jugendamt in Falkensee
- Frau Kunze, Jugendamt in Falkensee
- Frau Haehne, Jugendamt Falkensee
und natürlich die NOCH Ehefrau. Es wird am 13.1.2009 eine Anhörung im
Jugendamt geben. Ich hoffe, die Mutter des Kindes wird dann ...
Ich will, dass Verantwortung übernommen wird!
Viele Grüße
Daniela Quennet
Eine traurige Geschichte
Ich möchte mit dem Ende beginnen. Am 13.11.2008 verstarb mein
Lebens-Seelen- und Herzenspartner Arnim. Arnim ist aus 95m Höhe am
Potsdamerplatz, in Berlin, in die Tiefe gesprungen. Seither hat mein Leben eine
andere Qualität bekommen. Zuerst bin ich jedes Mal zusammen gezuckt, wenn der
Schlüssel ins Türschloss gesteckt wurde. Ich kann nicht länger als zwei
Stunden am Stück schlafen, lese immer und immer den Abschiedsbrief, habe ständig
Kopfschmerzen, denke was er während des Sprungs gedacht haben mag, was, wenn er
dann doch nicht wollte.....
Mein Name ist Daniela Quennet, Deutsch/Amerikanerin, ich bin 43 Jahre alt,
habe Musikwissenschaften und Psychologie studiert. Ich habe eine 17 jährige
Tochter, einen Hund, eine Katze, ein Pferd. Ich lebe in z.Zt. in Wolfsburg, die
schrecklichste Stadt, die man sich vorstellen kann. Aber nur temporär. Wenn ich
groß bin, gehe ich wieder zurück nach Köln.
Es geht aber nicht um mich. Oder vielleicht auch. Ich habe beschlossen
diese/meine/unsere Geschichte aufzuschreiben und sie großzügig zu verteilen.
Eigentlich möchte ich diese grenzenlose Ungerechtigkeit in Welt schreien. Aber
wer würde mir zuhören? Wenn ich es aufschreibe, kann jeder entscheiden, ob
er/sie es lesen wollen.
Unsere Geschichte begann vor ca. drei Jahren. „Interessant“ ist sie
aber erst vor 1.5 Jahren geworden. An dem Tag als Arnim seine Frau final verließ.
Getrennt von Tisch und Bett waren sie zu diesem Zeitpunkt schon sehr lange. Um
genau zu sein Jahre. Und um noch genauer zu sein, war Arnim schon ein Jahr nach
der Begegnung mit seiner Frau nicht mehr glücklich. Allerdings wusste er es zu
diesem Zeitpunkt nicht.
Vor 1.5 Jahren nach seinem Eingeständnis vor sich und mir, dass aus
Freundschaft Liebe wurde und nach einer sehr gewalttätigen Handlung seiner
Frau, verließ er seine Frau, die Ehe, das Haus uns sein bis dahin geführtes
Leben. Er verließ NICHT seine Tochter. Voller Euphorie blickte er in eine
besser Zukunft.
Während der Woche lebte er im Osten der Republik, er hasste es. Zu diesem
Zeitpunkt machte sein Job ihm allerdings viel Spaß und entschädigte für das
Leben in Frankfurt/Oder. Arnim war Physiker. Ein Physiker mit vielen Patenten.
Er hat u.a. dazu beigetragen, dass der Euro eingeführt wurde. Dies war
allerdings vor seiner Zeit in der Solar-Industrie. Die Wochenenden verbrachten
wir bei mir.
Vom ersten Tag an führte seine Frau Krieg. Der Einsatz war immer seine
geliebte heute 8 jährige Tochter. Das Fatale ist, dass erst im Unterschied
Defizite erkannt werden. Will heißen; Bis zur finalen Trennung war ihm nicht
klar, was alles falsch gelaufen ist. Mit seiner Frau, mit der Kindererziehung,
mit allem was sein Leben bis dahin ausmachte.
Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu
eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wieder herzustellen.
Manche leiden und einige begehen Suizid.
Er (wir) haben uns Tag und Nacht mit seiner Frau auseinander setzen müssen.
Telefonisch und per Email . Und immer wieder hat sie das Kind eingesetzt. Du
kannst das Kind nur sehen, wenn dies oder das erfüllt wird.... waren immer die
Sätze, die angeführt wurden.
Bei manchen Menschen tut es weh, zu sehen wie täglich ein Kind dazu
eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche
leiden und einige begehen Suizid.
Zu allem fing Arnims Frau dann an das Kind zu vernachlässigen. Sie wollte
nicht, dass das Kind Zeit in unserem Haushalt verbringt, weil sie nicht wollte,
dass die Kleine Zeit mit mir verbringt. Dies alles obwohl die Kleine meine
Tochter und mich sofort in ihr kleines Herz geschlossen hatte. Die Zeichen für
Patchwork Familie standen so günstig. Eine damals 15- jährig, eine damals 6-jährige,
Arnim und ich haben uns miteinander so gut gefühlt. Es hat nicht sollen sein.
Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu
eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wieder herzustellen.
Manche leiden und einige begehen Suizid.
Arnims Frau hat ihn, mich und meine Tochter unentwegt schikaniert. Z.B.
hat sie meiner Tochter und mir unterstellt, schwerste Psychopharmaka in den
Rucksack ihrer Tochter getan zu haben.
Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu
eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wieder herzustellen.
Manche leiden und einige begehen Suizid.
Arnim war ein ruhiger, warmherziger, respektvoller und introvertierter
Mensch. Wir haben alle zur Verfügung stehenden Instanzen eingeschaltet.
Jugendamt, Gericht, Familientherapeutin. Sie haben es nicht hören wollen, es
relativiert, die Vernachlässigung nicht gesehen, die Lieblosigkeit ignoriert
und Arnim als einen „Übertreiber“ hingestellt.
In Deutschland ist es offensichtlich so, dass man eigene Fehler nicht
korrigieren darf. Das ist unglaubwürdig. Wir haben reformierte Gesetze.
Gemeinsames Sorge- und Aufenthaltsbestimmungsrecht. In der täglichen Praxis ist
es nicht anwendbar. Im täglichen Leben schikaniert die Mutter des Kindes täglich
den Vater und keiner will es wissen...... Keiner will wissen, dass das Kind
emotional vernachlässigt wird!!!!
Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu
eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche
leiden und einige begehen Suizid
Im April diesen Jahres der erste Suizid versuch. Ganz im Stil von Rainer
Barschel. Es hat nicht geklappt. Ich war froh und glücklich. Er konnte die täglichen
Auseinandersetzungen nicht mehr ertragen.... schrieb er in einem langen Brief an
mich. Er konnte die Lügen seiner Frau, die Schikanen, den Stress im Job gepaart
mit der Sorge um seine Tochter und die gemeinsamen Schulden (mit seiner Frau),
nicht mehr aushalten. Wie kann ein Vater etwas tun, wenn die Instanzen es nicht
wissen wollen....
Im Anschluss an diesen Suizid dachte ich wir finden gemeinsam Lösungen.
Es sah auch so aus. „Die depressive Verstimmung ist vollständig
abgeklungen“. So lautete der Bericht des Oberarztes der Charite, in Berlin.
Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu
eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche
leiden und einige begehen Suizid.
Aber, die Schikanen wurden schlimmer. Arnim hat von April bis August,
seine Tochter nicht sehen dürfen. Seine Frau hat ihm als nächste Tat den
erweiterten Suizid unterstellt. Dies alles, obwohl es ein psychiatrisches
Gutachten des Oberarztes der Charite Berlin zu diesem Thema gab. Das Jugendamt
hat dieses völlig ignoriert und nur das berücksichtigt, was die Mutter des
Kindes vortrug. Er/wir haben seine Tochter dann einmal pro Woche im Kinderhort
besucht, um eine völlige Entfremdung zu vermeiden. Eine Richterin die ... ,
eine Richterin die ... . Ein Jugendamt, dass bewusst und nachweislich ... hat.
Ein Jugendamt, dass ein Mutter die ihr Kind massiv vernachlässigt und nach
einem Hausbesuch bescheinigt: Die Mutter behandelt das Kind vorbildlich!!!! Mich
wollte das Jugendamt nicht anhören. Sie hatten die Mutter des Kindes befragt,
ob es ihr recht sei. Diese wollte es nicht. Erst nachdem mein Anwalt das
Jugendamt darüber informierte, dass sie mich anhören müssen, konnte ich meine
Angaben machen. Geholfen hat es nicht. Was kann ich auch schon zu allem
sagen.....
Ab August gab es wieder regelmäßigen (alle zwei Wochen) Kontakt.
Allerdings immer unter sehr schweren Bedingungen. Da immer und ich meine IMMER,
seine väterliche Kompetenz, die Liebe zu seiner Tochter und die Liebe des
gemeinsamen Kindes seitens der Mutter in Frage gestellt wurde. Per Email,
Telefon und Auge in Auge.
Es gibt unendlich viele Emails. Ich habe schlimmste Telefonate
miterlebt....
Bei manchen Menschen tut es weh zu sehen wie täglich ein Kind dazu
eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche
leiden und einige begehen Suizid.
Arnim fuhr am Sonntag vor seiner Tat zu seiner Frau, um nochmals zu
versuchen, ohne Familientherapeutin und in Ruhe mit ihr über seine Sorge um das
gemeinsame Kind und die finanziellen Verhältnisse zu reden. Ich habe nach
diesem Termin einen völlig resignierten Menschen am Telefon gehabt. Seine Frau
hat ihn wie immer in die Sprachlosigkeit versetzt. Ich sagte ihm, dass wir am
Wochenende nochmals über alles reden sollten. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt
eine sehr schwere Grippe und lag mit über 39 Grad Fieber im Bett.
Bei manchen Menschen tut es weh, zu sehen wie täglich ein Kind dazu
eingesetzt wird, die Macht, den Versorger, den Status wiederherzustellen. Manche
leiden und einige begehen Suizid.
Arnims Frau bekam seinen Abschiedsbrief am Tattag morgens. Sie hat alles
dafür getan, dass ich nicht informiert werde. Ich weiß nicht, was in diesem
Brief stand. Ich weiß aber, was in meinem Stand. Meinen bekam ich allerdings
erst einen Tag nach seinem Sprung aus 95m. Die Kripo hatte mich ca. 2 Stunden
vor seinem Sprung informiert. Dies nachdem die Kripo bei seinem Arbeitgeber war
und dieser der Kripo mitgeteilt hat, dass Arnim schon seit Jahren nicht mehr mit
seiner Frau zusammen lebt, sondern mit mir und auch hier seinen ersten Wohnsitz
hat. Es gab dann viele Fehler im System. Die Kripo ist nicht an den Ort
gefahren, wo ich ihn vermutet habe. Die Kripo hat auch nichts von dem
angenommen, was ich ihnen gesagt habe. Die Ehefrau hat es verboten, war die
Aussage. Und ich, wer bin ich schon, für den Gesetzgeber.......
Was ist geschehen:
Arnims streng katholische Familie, seine Frau, Schwiegereltern und in
jedem Fall nicht seine Freunde, haben Arnim am Freitag, den 5.12. beigesetzt.
Meiner Tochter und mir wurde untersagt, der Trauerfeier beizuwohnen. Das
Beerdigungsunternehmen durfte mir nicht mitteilen, wo ich meinen Kranz
niederlegen darf. Seine Frau war die Witwe, seiner Tochter wurde gesagt, dass
... ist, meine Tochter war mit einem Nervenzusammenbruch im Krankenhaus. Arnims
Freunde und Mitarbeiter sind der Beisetzung fern geblieben. ... .
Ich nenne Arnims Frau übrigens nur so, weil ich keinen Namen nennen möchte.
Per Gericht ist das offizielle Ende der Ehe 1.5.2008.
Ich werde nichts unversucht lassen, die ganz Geschichte zu erzählen.
Diese unsere Geschichte betrifft vielleicht nicht in diesem Ausmaß, aber
sicherlich viele Väter. Ich möchte, dass Jugendämter, Therapeuten und Richter
Verantwortung übernehmen. Für ihren Beruf, für SÄMTLICHE Beteiligten, vor
allem für die Kinder und letztlich auch für Moral, Menschlichkeit, Ehre und Würde.
Ich bin keine berühmte Persönlichkeit. Ich stehe nicht im Rampenlicht.
Wenn dies so wäre, gäbe es sicherlich viele die über dieses schreckliche
Geschehen berichten würden wollen. In der ganzen Ausführlichkeit und allen
Niederschriften. Wenn ich aber nicht versuche die Geschichte zu erzählen, werde
ich nie erfahren, ob sich jemand dafür interessiert hätte.
Arnim hat leider nicht annehmen können, dass ich ihn nicht für das
geliebt habe was er hatte, sonder für das was er war.
UMSONST GESTORBEN DAFR ER NICHT SEIN!!!!!!!!!!!
Es gibt Menschen, die es nicht ertragen können. Suizid wird nicht aus
Langeweile begangen und Menschen die es tun sind niemals zu verurteilen.
Falls Sie bis zum Schluss gelesen haben, vielen Dank!
Ich wünsche Ihnen Love, Joy and Happiness
Ihre
Daniela Quennet
http://www.die4ma-music.de/
Eine Abrechnung mit der "Familienvernichtungsmafia"
München (AZ/dpa) - Im Fall des 43-Jährigen Münchners, der an Weihnachten
seinen kleinen Sohn und sich selbst tötete, ist im Internet ein Abschiedsbrief
aufgetaucht. In dem von der tz abgedruckten Brief erhob der Mann massive Vorwürfe
gegen seine Ex-Frau, ein Familiengericht sowie die Politik.
Für das was passiert ist, könne man sich bei seiner "egoistischen und
verlogenen Ex-Frau" und "ihrem boshaften destruktiven und gehässigen
Anwalt, der durch seine ständigen hetzerischen Ergüsse absichtlich Öl ins
Feuer geschüttet hat" bedanken, schrieb der 43-Jährige weiter. Auch ein
Familienrichter am Rosenheimer Amtsgericht sowie die "femifaschistischen
Vollidioten von der SPD und FDP, die vor 30 Jahren das heute gültige
schwachsinnige Scheidungsrecht eingeführt haben" seien mitverantwortlich für
die schrecklichen Geschehnisse. Mit Blick auf das deutsche Scheidungsrecht
sprach der Münchner außerdem von einer «Familienvernichtungsmafia».
Aus diesem Grund seien bereits unzählige Leben zerstört worden, heißt es
in dem Brief weiter. "Und viele Väter haben denselben Weg gewählt wie
ich." Der 43-Jährige appelliert deshalb schließlich an den Staat:
"Vergällt den jungen Männern das Kinderzeugen oder gar Heiraten, gebt
Babys in Krippen, lasst Frauen sich selbst verwirklichen und zerstört die bewährte
Form der Familie - aber wundert euch nicht, wenn immer mehr entrechtete Männer,
die nichts als eine intakte familie wünschen und stattdessen abgezockt,
betrogen, diffamiert und um ihre Kinder gebracht werden, als letzten Ausweg
(...) ihre Kinder und sich selbst töten."
Die Homepage wurde inzwischen von der Polizei gesperrt. Die Ermittler nehmen
an, dass der Informatiker aus München seine Tat geplant hat. Eine Obduktion
soll nun klären, woran der Achtjährige genau starb.
Artikel vom 27.12.07 - 13.57 Uhr
http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,Eine-Abrechnung-mit-der-Familienvernichtungsmafia_arid,1139409_regid,1_puid,2_pageid,4289.html#null
Kommentar Väternotruf:
Zum Glück gehen trotz gängiger vulgärfeministischer
Trompeterei die wenigsten Väter, die vom deutschen Familien(un)recht und von
hetzerischen Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten kielgeholt werden und
wurden, den zerstörerischen Weg, wie ihn der 43-jährige Vater des achtjährigen
Jungen gewählt hat, in dem er offenbar seinen eigenen Sohn tötete.
Bei der noch weit verbreiteten Ausgrenzung von Vätern
durch Mütter aller politischen Couleur und der zuarbeitenden
Scheidungsindustrie muss man sich eigentlich wundern, dass es vergleichsweise
selten, zu solchen Exzessen kommt, wie sie der 43-jährige Vater hier an den Tag
legte.
Die meisten durch Mütter und staatliche Stellen
ausgegrenzten Väter verhalten sich politisch korrekt. Sie ertränken ihren
Kummer im Alkohol und stärken somit die Steuereinnahmen des Staates, der dazu
beigetragen hat, ihnen ihre Kinder zu entziehen. Das nennt man männlichen
Patriotismus, grad so wie im 1. und 2. Weltkrieg, wo sich deutsche Männer
millionenfach als williges Kanonenfutter auf der Schlachtbank des Krieges
angeboten haben. Ein geringer Prozentsatz hat sich dem staatlich gewollten, geförderten
oder geduldeten Irrsinn entgegengestellt, sei es Karl Liebknecht, der als
einziger SPD Abgeordneter im Reichstag gegen die Kriegskredite stimmte oder -
wenn auch erst spät - Oberst Claus Graf Schenk von Stauffenberg.
Heute braucht es viel weniger Zivilcourage. Eine
friedliche Väterdemo, natürlich angemeldet, vor dem Amtsgericht Flensburg, tut
es auch. Oder die Gründung des Väternotruf Deutschland, der bei heute
monatlich über 60.000 Besuchern und über 300.000 Zugriffen, noch immer
vorhandenen Dumpfbacken, Müttersöhnen und Müttertöchtern in Politik,
Gerichtsbarkeit und Behörden, zum Tanz aufspielt. Dabei steht der Väternotruf
in einer modernen Form des gewaltlosen Widerstandes in der Tradition von Mahatma
Gandhi und Martin Luther King, gegen staatliche Väterdiskriminierung und für
die Einhaltung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland, das tagtäglich
- man mag es als demokratiegläubiger Laie nicht glauben, bis man es selber
gesehen hat - von Staats wegen bis in die höchsten Gerichte mit Füßen
getreten wird.
Aus Rache an der Ex-Frau: Vater tötet Mickey (8) und dann sich selbst
München - Wie hatte er sich auf Heiligabend gefreut. Und als es dann endlich
soweit war – da war der kleine Michael (zärtlich „Mikey“ genannt) gar
nicht mehr zu halten. Unter dem Christbaum probierte er sofort mit seinem Vater
Roman S. (43) seine neue elektrische Eisenbahn aus. Bis es Zeit war, ins Bett zu
gehen…
Der mit Lametta geschmückte Christbaum steht noch dort, ebenso die
Eisenbahn. Nur Mikey ist nicht mehr da. Mikey ist tot. Ermordet am
Weihnachtsmorgen vom eigenen Vater, der anschließend Selbstmord beging.
Roman S. hinterließ einen Abschiedsbrief – eine hasserfüllte Abrechnung
mit seiner Ex-Frau, mit der er erbittert ums Sorgerecht für Mikey gestritten
hatte. Als für den Informatiker Roman S. und dessen Frau Monika (41) die Welt
noch in Ordnung war, lebte die Familie in Bruckmühl (Landkreis Rosenheim).
Doch die Ehe scheiterte, die Scheidung nach dem Trennungsjahr war bereits
vollzogen. Monika S. lebte mit Sohn Mikey in einem Landhaus in Stephanskirchen
unweit von Rosenheim. Roman S. dagegen war allein nach München in sein
Elternhaus in der Lerchenstraße zurück – ein altmodisches, aber
blitzsauberes Siedlungshäuschen, das noch mit Ölöfen beheizt wurde. Mikey
musste fortan zwischen seinen Eltern pendeln.
In letzter Zeit soll sich Roman S. verändert haben. Zwar hielt er sich
weiterhin zuverlässig an alle Vereinbarungen. Doch hatte Monika S. dass Gefühl,
dass der Ex „irgendwie spinnt“, wie sie später der Polizei sagte. Dennoch
setzte sie ihr Söhnchen am 21. Dezember unbesorgt in den Zug nach München, wo
er vom Vater vereinbarungsgemäß abgeholt wurde. Wie hätte sie auch ahnen können,
dass Roman S. da bereits einen tödlichen Entschluss gefasst hatte…
Den Auslöser kennt die Mordkommission noch nicht, wohl jedoch das Motiv:
Blanker Hass auf die Ex- Frau, die ihm in seiner Vorstellung das Liebste
genommen hatte – sein Kind. So reifte in seiner fanatischen und egoistischen
Liebe zu Mikey der grausame Plan, seine Ex-Frau zu „bestrafen“. Vermutlich
in den frühen Morgenstunden des 25. Dezember wurde das Häuschen in der
Lerchenstraße Schauplatz eines unfassbaren Verbrechens.
Als Mikey am Ersten Weihnachtsfeiertag um 14 Uhr nicht nach Hause gebracht
wurde und Roman S. nicht ans Telefon ging, hatte Monika S. eine böse Vorahnung.
Sie verständigte die Polizei. Um 17 Uhr klingelten Münchner Polizisten in der
Lerchenstraße 63. Niemand öffnete. Sie schauten von außen ins Wohnzimmer und
sahen Mikey. Im Schlafanzug lag er auf dem Sofa. Er war sehr blass, sah aus, als
ob er schliefe.
Die Beamten traten die Tür ein – helfen konnten sie nicht mehr. Mikey war
bereits seit Stunden tot – vermutlich vergiftet. Dafür sprechen aufgefundene
Medikamente. Im Kinderzimmer im ersten Stock fanden sie Roman S. Er lag auf
Mikeys Bett, hatte eine Plastiktüte über den Kopf gezogen. Er ist vermutlich
erstickt. Eine graue Helium-Gasflasche samt Schlauch, die er neben das Bett
gestellt hatte, hatte er nicht benutzt. Zur Klärung der Todesursache werden
beide erst heute obduziert.
Vieles spricht dafür, dass Roman S. dieses infame Verbrechen schon länger
geplant hat. Auf einer Kommode hatte er persönliche Papiere zurechtgelegt –
darunter einen Stapel Sorgerechts-Akten, Geldbeutel, Ausweis, ein Bild von Mikey
und den noch in der Weihnachtsnacht geschrieben Abschiedsbrief. Monika S.
befindet sich derzeit in der Obhut von Freunden, wird psychologisch unterstützt.
Ihr Platz im Beyhartinger Kirchenchor blieb gestern früh leer. Nie wieder wird
ihr strahlender Solo-Sopran an Weihnachten in der Kirche erklingen. Nie wieder
wird sie ein unbeschwertes Weihnachtsfest erleben können. Die fürchterliche
Rache ihres Ex- Mannes – sie ist aufgegangen.
dop.
27.12.2007
www.tz-online.de/tzheute/art1061,340064
Eine Mutter entführt ihr eigenes Kind - der Vater begeht Selbstmord
Jahrelang ist der Fall zwischen Stuttgarter Gerichten hin und her geschoben
worden, nun gibt ein Sprecher zu: Das muss uns eine Lehre sein. Ein Jahre
dauernder Rechtsstreit an Stuttgarter Gerichten hat ein tragisches Ende
gefunden. Ein 43-jähriger Deutschamerikaner hat sich am 10. Januar im
texanischen Paris das Leben genommen - offenbar, weil er seinen Sohn nicht mehr
zu sehen bekam.
Von Susanne Janssen
Jahrelang wurde der Streit zwischen dem Stuttgarter Amtsgericht und dem
Oberlandesgericht (OLG) hin und her geschoben. Die Geschichte muss nach Ansicht
des OLG-Sprechers Joachim Saam, den Gerichten eine Lehre sein. "Das ist
eine tragische Sache, die wir sehr bedauern", sagte er. Sie zeige, wie ein
Rechtsstaat unterwandert werden könne.
Begonnen hatte alles mit einer Hochzeit am 2. Januar 1999 in Paris, Texas:
Der damals 40-jährige Stefan F. (Name geändert), der 1985 mit seiner Familie
aus Ditzingen in die USA ausgewandert war, heiratete die Deutsche Angela F., die
bereits einen 16-jährigen Sohn aus erster Ehe hatte. Am 13. Mai kam der
gemeinsame Sohn als Frühgeburt zur Welt. Er litt an einem Wasserkopf, musste
mehrmals operiert werden und ist behindert.
Die Ehe ging in die Brüche. Am 10. September 1999 zog Angela F. aus, die
amerikanischen Gerichte sprachen dem Vater jedoch ein Umgangsrecht mit seinem
Sohn zu.
Ende des Jahres wollte Angela F. für zwei Wochen nach Deutschland reisen,
was ihr die Gerichte auch zugestanden. Als Ausgleich sollte Stefan seinen Sohn
nach der Rückkehr 14 Tage zu sich nehmen dürfen.
Dazu kam es nicht mehr: Statt am 7. Januar 2000 in die USA zurückzufliegen,
reiste Angela F. erst am 4. Januar aus, um dann unter falschem Namen in Obersulm
unterzutauchen. Nach dem Haager Übereinkommen ist nach einem Jahr die Frist
verstrichen, innerhalb derer der verlassene Elternteil noch Ansprüche auf sein
Kind hat. "Das ist eine Notbremse zum Wohl des Kindes, damit es nicht einem
ihm völlig fremden Elternteil übergeben wird", erklärt Saam.
Stefan F. gelang es jedoch noch rechtzeitig, seine Exfrau ausfindig zu
machen. Am 20. Februar stellte seine Rechtsanwältin dann den Antrag auf
Rückführung des Kindes. Zuständig war das Amtsgericht Stuttgart als eine von
24 zentralen Dienststellen. Der Weg durch die Instanzen nahm seinen Lauf: Am 21.
März wurde Angela F. vor dem Amtsgericht dazu verpflichtet, mit dem Kind bis
zum 30. April in die USA zurückzukehren.
Zwangsmittel wurden durch das Gericht jedoch lediglich angedroht - weil es
sich um ein kleines Kind handelte. Angela F. ging die Entscheidung an. Am 19.
Juni schlossen beide Eltern vor dem OLG einen Vergleich:
Die Frau verpflichtete sich, Einreisepapiere und Aufenthaltsgenehmigung für
die USA zu beantragen. Im Gegenzug sicherte Stefan ihr freies Geleit und
Unterhalt zu.
"Heute wissen wir, dass die Frau niemals vorhatte, sich an diese
Vereinbarung zu halten," sagt Saam. Sie habe nur auf Zeit gespielt. Und
wenn jemand es bewusst darauf anlege, die Rechtsprechung zu unterwandern, könne
das Gericht wenig tun. "Es hätte nichts genützt, Zwangsgeld oder
Zwangshaft anzuordnen", meint der Pressesprecher. Das diene nur dazu, den
Willen zu beugen. Wie aber soll man eine Ausreise durchsetzen?
Die Frau habe angegeben, sie habe kein Visum bekommen, oder das Kind sei
krank gewesen, oder sie habe es angeblich noch stillen müssen. "Die
einzige Lösung wäre gewesen, die Frau mit roher Gewalt ins Flugzeug zu
setzen." Aber das müsse erst angeordnet werden. Und das müsse beantragt
werden.
Das tat die Rechtsanwältin auch - doch das Amtsgericht wies am 3. Dezember
2001 den Antrag zurück. Die Frau habe kein Visum. Und es sei herausgekommen,
dass sie sich nie an die Vereinbarung halten wollte. Deshalb sei die
Vereinbarung gegenstandslos, alles müsse neu entschieden werden.
Die Rechtsanwältin von Stefan B. legte am 8. Januar 2002 dagegen Beschwerde
ein, "früher oder später hätte der Mann bestimmt noch Recht
bekommen", sagt Joachim Saam. Doch schon die erneute Beschwerde erreichte
ihn nicht mehr. Nach Angaben seiner Eltern sei Stefan am 7. Januar 2002 auf die
Felder am Lake Gibbon hinausgefahren. Dort hinterließ er zwei
Abschiedsbriefe:
"Liebe Eltern! Ich glaube nicht mehr, dass ich G. bekomme. Frau R. (die
Rechtsanwältin) kann den Gerichten in Deutschland gratulieren!" Und einen
Tag später: "Jedes Mal, wenn ich gestern abdrücken wollte, hatte ich euch
vor Augen", schrieb er. "Vater hat in den letzten Monaten versucht,
mich mit Arbeit auf andere Gedanken zu bringen, aber ich kann G. einfach nicht
vergessen. Ich wünschte, ich könnte es euch leichter machen."
Die Nachricht löste bei der Kammer am OLG große Betroffenheit aus.
"Das hätten wir schon hingekriegt, aber das dauert natürlich", sagt
Saam. "Einzelne können die ganze Rechtsprechung torpedieren. Denn unsere
Rechtsordnung basiert auf der Fiktion, dass sich die Verfahrensbeteiligten dem
Gericht unterwerfen." Wie sehr das S
Karin Jäckelpiel auf Zeit manchmal Vorteile bringe,
zeige auch der jüngst beendete Prozess gegen den "Schuhkönig" Mayer:
Mit immer neuen Beweisanträgen gehe ein Prozess dann nicht zu Ende. Bis alle
Beteiligten, auch das Gericht, mürbe würden und einen Vergleich schließen.
Saam: "Es siegt nicht immer das Gute."
Aktualisiert: 25.01.2002, 05:33 Uhr
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/88511?_suchtag=aktiv
Südwest-Presse - 6.4.2000
Junginger Ex-Ortsvorsteher wegen Kindesentziehung verurteilt
Aus Verzweiflung entführt - Zehn Monate Bewährungsstrafe für
Frank-Alexander Dachtler
Die Kurzschlusshandlung eines Verzweifelten - so hat der ehemalige Junginger
Ortsvorsteher Dachtler die Entführung seiner Töchter nach Rumänien vor dem
Amtsgericht Mannheim dargestellt. Der Richter verurteilte ihn zu einer
Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung.
CIRIN KOLP
Frank-Alexander Dachtler will für seine beiden Töchter nur das Beste. Das
versichert der ehemalige Junginger Ortsvorsteher ebenso eindringlich wie unermüdlich.
Was das Beste für die mittlerweile zwei und drei Jahre alten Mädchen ist,
glaubt der Vater ganz genau zu wissen - und zur Durchsetzung dessen hat er zu
einem ungesetzlichen Mittel gegriffen: Am 27. März 1999 holte er seine Töchter
in der Mannheimer Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden Ehefrau ab, brachte
Karin Jäckelsie aber nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zurück, sondern flog mit ihnen nach
Sibiu in Rumänien (wir berichteten). Zwei Monate blieben er und die Kinder
spurlos verschwunden. Die Ehefrau, die nichts über den Verbleib ihrer Töchter
wusste, schaltete Interpol ein. Dachtler stellte sich schließlich am 27. Mai im
deutschen Generalkonsulat in Rumänien.
Seine Frau vernachlässige die Kinder, die sich zudem vor allem zu ihm als
Vater hingezogen fühlten, deswegen habe er sich zu der - im Übrigen gut
vorbereiteten - Entführung hinreißen lassen, argumentierte er vor dem
Amtsgericht Mannheim, wo er gestern wegen Kindesentziehung angeklagt war. Seine
Frau, die das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder hatte, sei
unzugänglich für seine Versuche gewesen, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben,
habe Termine platzen lassen und ihm auch sonst im Umgang mit den Mädchen
allerhand Steine in den Weg gelegt. "Ich habe gedacht, wenn die Kinder mal
weg sind, ist sie zum Einlenken bereit'', sagte er. Keinesfalls habe er aber
endgültig mit den Töchtern untertauchen wollen. Er sei völlig verzweifelt
gewesen, die Entführung mithin eine Kurzschlusshandlung.
Der Mutter hat er damit einen nachhaltigen Schrecken eingejagt. "Ich
hatte wahnsinnige Angst, dass er den Kindern etwas antut'', sagte die 30-Jährige
vor Gericht. Sie schilderte sich als treu sorgende Mutter und ihren
Noch-Ehemann, von dem sie nur als "Herr Dachtler'' sprach, als Vater, dem
sein Job als Ortsvorsteher weit wichtiger gewesen sei als seine Töchter. Nicht
sie, sondern er sei schuld daran, dass die Ehe gescheitert und es nie zu einer
einvernehmlichen Sorgerechtsvereinbarung gekommen ist.
Mit derlei Konflikten wollte sich der Strafrichter freilich nicht eingehend
befassen. Diese schwierige Aufgabe fällt dem Familienrichter zu. An dessen
Urteil solle sich Dachtler unbedingt halten, legte ihm der Amtsrichter nahe,
"auch wenn Ihnen seine Entscheidung nicht gefällt''. Er jedenfalls
verurteilte den 31-Jährigen, der inzwischen als kaufmännischer Angestellter
arbeitet, zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. Er gestand dem Vater
zu, selbst durchaus der Meinung gewesen zu sein, zum Wohl der Töchter zu
handeln. Damit übernahm der Richter die Argumentation von Verteidiger Heinrich
Borst. Die Liebe des Vaters zu seinen Kindern sei in diesem Fall aber zwiespältig,
sagte der Richter: "Je emotionaler jemand handelt, desto schwieriger ist
die Beurteilung, ob sich so etwas wiederholt.''
Polnischer Verband Eltern gegen Diskriminierung der Kinder in Deutschland
e.V.
Polskie Stowarzyszenie Rodzice Przeciw Dyskryminacji Dzieci w Niemczech t.z.
Vorsitzender Wojciech Leszek Pomorski, Ernst-Mittelbach-Ring 36. 22455
Hamburg,
Tel. +49 40 53206306 Mobil(BRD):+491737169797, Mobil(Polska): +48694384788,
Email:
w.pomorski@gmail.com
Einladung
zur Verhandlung ... am 9.11.2007 um 9.15 Uhr im
Saal B 136, Gebäude B, Amtsgericht Tiergarten, Wilsnacker Str. 4, 10559 Berlin,
Aktenzeichen: (246 Cs) 93 Js 3880/06 (374/06), Tel: 030/9014-2699, Fax:
030/9014-3035. Tatvorwurf: Verleumdung und üble Nachrede gegen Personen des
politischen Lebens.
Hamburg, den. 07.11.2007
Sehr geehrte Damen und Herren,
Ich möchte Sie zu der o. g. Verhandlung einladen. Der Anlass dafür war eine
angebliche Verleumdung und üble Nachrede betreffend der Bezirksbürgermeisterin
Frau Ursula Meys der Leiterin des Jugendamtes und Bezirksamtes Berlin Spandau,
in dem ein polnischer Vater Andrzej Luc am 10.03.2006 Suizid ... begonnen hatte.
...
Mit freundlichen Grüssen und mit Dank für Ihre Aufmerksamkeit
mgr Wojciech Leszek Pomorski
Vorsitzender
Polnischer Verband Eltern gegen Diskriminierung der Kinder in Deutschland
e.V.
Polskie Stowarzyszenie Rodzice Przeciw Dyskryminacji Dzieci w Niemczech t.z.
"Familienvater erschießt sich im Jugendamt Spandau
Mitten in einem Beratungsgespräch erschoß sich gestern Vormittag ein
39jähriger Mann vor den Augen einer Sachbearbeiterin
Das Unglück geschah in einer Außenstelle des Jugendamtes in der
Schönwalder Straße. Familienvater Andrzej L. war zu einem
Beratungsgespräch beim Sozialpädagogischen Dienst eingeladen. Kaum hatte er
mit der Sachbearbeiterin zusammengesessen, zog er plötzlich eine Waffe und
schoß sich in den Kopf. ..."
BZ, 11.03.2006
Link zum Fall Andrzej Luc:
http://bz.berlin1.de/archiv/060311_pdf/BZ060311_008_G3B142OBM.1.htm
Südwest-Presse
Donnerstag, 12. Juli 2001
Freitod - Frank Dachtler identifiziert
Der vor etwas mehr als drei Wochen an der Atlantikküste bei Brest gefundene
Leichnam ist eindeutig als der von Frank-Alexander Dachtler identifiziert
worden.
Eine rechtsmedizinische Untersuchung hat Klarheit gebracht: Bei dem an der
bretonischen Atlantikküste gefundenen Leichnam handelt es sich um den des
ehemaligen Ortsvorstehers von Jungingen, Frank Alexander Dachtler.
Wie ein Sprecher der Ravensburger Staatsanwaltschaft gestern auf Anfrage der
SÜDWEST PRESSE mitteilte, hat sich der ehemalige Ortsvorsteher ganz
offensichtlich mit Tabletten das Leben genommen. Fremdeinwirkung wird
ausgeschlossen, Spuren äußerer Gewaltanwendung wurden nicht gefunden.
Noch steht ein abschließendes Gutachten aus. Aber alle bisher gewonnenen
Erkenntnisse deuten auf eine Vergiftung durch eine Überdosis Medikamente hin.
Ob Dachtler einen Abschiedsbrief hinterlassen und Gründe für seinen Freitod
angegeben hat, wollte der Staatsanwalt nicht sagen. "Das geht doch zu sehr
in die Privatsphäre der Familie."
Dachtler war nach seinem Ausscheiden aus dem öffentlichen Dienst in die Nähe
von Ravensburg gezogen, wo er in der Firma eines Bekannten mitgearbeitet hat. Er
ist 32 Jahre alt geworden und hinterlässt zwei Mädchen im Alter von drei und
vier Jahren.
Wie berichtet, hatte er im März 1999 die getrennt von ihm lebenden Töchter
der Mutter entzogen und war in Rumänien untergetaucht. Erst Wochen später
hatte er sich freiwillig den deutschen Behörden gestellt und war zu zehn
Monaten Haft auf Bewährung verurteilt worden. Das Sorgerecht bekam die Mutter
zugesprochen, Dachtler durfte seine Töchter anfangs gar nicht und später nur
stundenweise sehen und auch das nur unter Aufsicht.
HANS-ULI MAYR
gefunden auf: www.pappa.com/faelle/dachtler/frank-ist-tot.htm
Gerade eben erreichte uns die Mitteilung, dass eines der Mitglieder von
paPPa.com nicht mehr die Kraft hatte, weiter zu machen.
Frank Dachtler Vater von Ann-Kathrin und Sarah-Victoria ist tot.
13.6.2001
Am 21.08.2000 kündigte sich in einer von Frank Dachtler verbreiteten E-mail
der Suizid schon an. Er sandte mit der folgenden Zeile gescannt die nachfolgenden Zeitungsausschnitte.
"Sorry, konnte es nur einscannen und als Anlage mitsenden.
Frank
Papa von Ann-Kathrin und Sarah-Victoria"
Eine Mutter entführt ihr eigenes Kind - der Vater begeht Selbstmord
Jahrelang ist der Fall zwischen Stuttgarter Gerichten hin und her geschoben
worden, nun gibt ein Sprecher zu: Das muss uns eine Lehre sein
Ein Jahre dauernder Rechtsstreit an Stuttgarter Gerichten hat ein tragisches
Ende gefunden. Ein 43-jähriger Deutschamerikaner hat sich am 10. Januar im
texanischen Paris das Leben genommen - offenbar, weil er seinen Sohn nicht mehr
zu sehen bekam.
Von Susanne Janssen
Jahrelang wurde der Streit zwischen dem Stuttgarter Amtsgericht und dem
Oberlandesgericht (OLG) hin und her geschoben. Die Geschichte muss nach Ansicht
des OLG-Sprechers Joachim Saam, den Gerichten eine Lehre sein. Das ist eine
tragische Sache, die wir sehr bedauern", sagte er. Sie zeige, wie ein
Rechtsstaat unterwandert werden könne.
Begonnen hatte alles mit einer Hochzeit am 2. Januar 1999 in Paris, Texas:
Der damals 40-jährige Stefan F. (Name geändert), der 1985 mit seiner Familie
aus Ditzingen in die USA ausgewandert war, heiratete die Deutsche Angela F., die
bereits einen 16-jährigen Sohn aus erster Ehe hatte. Am 13. Mai kam der
gemeinsame Sohn als Frühgeburt zur Welt. Er litt an einem Wasserkopf, musste
mehrmals operiert werden und ist behindert.
Die Ehe ging in die Brüche. Am 10. September 1999 zog Angela F. aus, die
amerikanischen Gerichte sprachen dem Vater jedoch ein Umgangsrecht mit seinem
Sohn zu. Ende des Jahres wollte Angela F. für zwei Wochen nach Deutschland
reisen, was ihr die Gerichte auch zugestanden. Als Ausgleich sollte Stefan
seinen Sohn nach der Rückkehr 14 Tage zu sich nehmen dürfen.
Dazu kam es nicht mehr: Statt am 7. Januar 2000 in die USA zurückzufliegen,
reiste Angela F. erst am 4. Januar aus, um dann unter falschem Namen in Obersulm
unterzutauchen. Nach dem Haager Übereinkommen ist nach einem Jahr die Frist
verstrichen, innerhalb derer der verlassene Elternteil noch Ansprüche auf sein
Kind hat. Das ist eine Notbremse zum Wohl des Kindes, damit es nicht einem ihm völlig
fremden Elternteil übergeben wird", erklärt Saam.
Zwangsmittel nur angedroht
Stefan F. gelang es jedoch noch rechtzeitig, seine Exfrau ausfindig zu
machen. Am 20. Februar stellte seine Rechtsanwältin dann den Antrag auf Rückführung
des Kindes. Zuständig war das Amtsgericht Stuttgart als eine von 24 zentralen
Dienststellen. Der Weg durch die Instanzen nahm seinen Lauf: Am 21. März wurde
Angela F. vor dem Amtsgericht dazu verpflichtet, mit dem Kind bis zum 30. April
in die USA zurückzukehren. Zwangsmittel wurden durch das Gericht jedoch
lediglich angedroht - weil es sich um ein kleines Kind handelte. Angela F. ging
die Entscheidung an. Am 19. Juni schlossen beide Eltern vor dem OLG einen
Vergleich: Die Frau verpflichtete sich, Einreisepapiere und
Aufenthaltsgenehmigung für die USA zu beantragen. Im Gegenzug sicherte Stefan
ihr freies Geleit und Unterhalt zu.
Heute wissen wir, dass die Frau niemals vorhatte, sich an diese Vereinbarung
zu halten," sagt Saam. Sie habe nur auf Zeit gespielt. Und wenn jemand es
bewusst darauf anlege, die Rechtsprechung zu unterwandern, könne das Gericht
wenig tun. Es hätte nichts genützt, Zwangsgeld oder Zwangshaft
anzuordnen", meint der Pressesprecher. Das diene nur dazu, den Willen zu
beugen. Wie aber soll man eine Ausreise durchsetzen? Die Frau habe angegeben,
sie habe kein Visum bekommen, oder das Kind sei krank gewesen, oder sie habe es
angeblich noch stillen müssen. Die einzige Lösung wäre gewesen, die Frau mit
roher Gewalt ins Flugzeug zu setzen." Aber das müsse erst angeordnet
werden. Und das müsse beantragt werden.
Das tat die Rechtsanwältin auch - doch das Amtsgericht wies am 3. Dezember
2001 den Antrag zurück. Die Frau habe kein Visum. Und es sei herausgekommen,
dass sie sich nie an die Vereinbarung halten wollte. Deshalb sei die
Vereinbarung gegenstandslos, alles müsse neu entschieden werden.
Die Rechtsanwältin von Stefan B. legte am B. Januar 2002 dagegen Beschwerde
ein, früher oder später hätte der Mann bestimmt noch Recht bekommen",
sagt Joachim Saam.
Doch schon die erneute Beschwerde erreichte ihn nicht mehr. Nach Angaben
seiner Eltern sei Stefan am 7. Januar 2002 auf die Felder am Lake Gibbon
hinausgefahren. Dort hinterließ er zwei Abschiedsbriefe: Liebe Eltern! Ich
glaube nicht mehr, dass ich G. bekomme. Frau R. (die Rechtsanwältin) kann den
Gerichten in Deutschland gratulieren!" Und einen Tag später: Jedes Mal,
wenn ich gestern abdrücken wollte, hatte ich euch vor Augen", schrieb er.
Vater hat in den letzten Monaten versucht, mich mit Arbeit auf andere Gedanken
zu bringen, aber ich kann G. einfach nicht vergessen. Ich wünschte, ich könnte
es euch leichter machen."
Nicht immer siegt das Gute"
Die Nachricht löste bei der Kammer am OLG große Betroffenheit aus. Das hätten
wir schon hingekriegt, aber das dauert natürlich, sagt Saam. Einzelne können
die ganze Rechtsprechung torpedieren. Denn unsere Rechtsordnung basiert auf der
Fiktion, dass sich die Verfahrensbeteiligten dem Gericht unterwerfen." Wie
sehr das Spiel auf Zeit manchmal Vorteile bringe, zeige auch der jüngst
beendete Prozess gegen den Schuhkönig" Mayer: Mit immer neuen Beweisanträgen
gehe ein Prozess dann nicht zu Ende. Bis alle Beteiligten, auch das Gericht, mürbe
würden und einen Vergleich schließen. Saam: Es siegt nicht immer das
Gute."
Haager Konvention
Wer sich das Sorgerecht mit dem Partner teilt, darf nicht einfach den
Lebensmittel punkt des Kindes auf Dauer verändern. Der klassische Fall - ein
Elternteil, der im Ausland gelebt hat, kehrt mit dem Kind in die alte Heimat zurück
- stellt den zurück gebliebenen Expartner vor Probleme. Um Abhilfe zu schaffen,
regelt das Haager Übereinkommen zwischen 60 Staaten die Rückführung der
Kinder im Alter bis zu 16 Jahren. Dabei handelt es sich meist darum, den Zustand
vor der internationalen Kindesentführung" wiederherzustellen: Haben beide
Eltern das Sorgerecht und wurde das Kind ohne Zustimmung eines Elternteils in
ein fremdes Land gebracht, so muss es zurück. Das Sorgerecht wird da durch
nicht geregelt - ebenso wenig die Frage, wo das Kind am besten aufgehoben ist.
Eine zentrale Behörde bei der Generalbundesanwaltschaft versucht zunächst,
eine gütliche Einigung herbeizuführen. Kommt es zum Prozess, müssen die
Beteiligten diesen bezahlen. Im Paragrafenwerk wurde eine durchschnittliche
Verfahrensdauer von sechs Wochen angestrebt. In Deutschland liegt die Dauer
jedoch durchschnittlich bei 25,5 Wochen. Zum Vergleich: In Großbritannien
bringen es die Richter auf nur rund 7,5 Wochen.
jan
Stuttgarter Zeitung 24.01.2002
MUTTER ENTFÜHRT EIGENES KIND; VATER BEGEHT SELBSTMORD
Jahrelang ist der Fall zwischen Stuttgarter Gerichten hin und her geschoben
worden. Nun gibt ein Sprecher zu, dass diese Entwicklung dem Rechtsstaat eine
Lehre sein müsse:
http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/detail.php/88511
Südwest-Presse 6.4.2000: Junginger Ex-Ortsvorsteher wegen Kindesentziehung
verurteilt
Aus Verzweiflung entführt - Zehn Monate Bewährungsstrafe für
Frank-Alexander Dachtler
Die Kurzschlusshandlung eines Verzweifelten - so hat der ehemalige Junginger
Ortsvorsteher Dachtler die Entführung seiner Töchter nach Rumänien vor dem
Amtsgericht Mannheim dargestellt. Der Richter verurteilte ihn zu einer
Freiheitsstrafe von zehn Monaten auf Bewährung.
CHIRIN KOLB
Frank-Alexander Dachtler will für seine beiden Töchter nur das Beste. Das
versichert der ehemalige Junginger Ortsvorsteher ebenso eindringlich wie
unermüdlich. Was das Beste für die mittlerweile zwei und drei Jahre alten
Mädchen ist, glaubt der Vater ganz genau zu wissen - und zur Durchsetzung
dessen hat er zu einem ungesetzlichen Mittel gegriffen: Am 27. März 1999 holte
er seine Töchter in der Mannheimer Wohnung seiner von ihm getrennt lebenden
Ehefrau ab, brachte sie aber nicht zum vereinbarten Zeitpunkt zurück, sondern
flog mit ihnen nach Sibiu in Rumänien (wir berichteten). Zwei Monate blieben er
und die Kinder spurlos verschwunden. Die Ehefrau, die nichts über den Verbleib
ihrer Töchter wusste, schaltete Interpol ein. Dachtler stellte sich
schließlich am 27. Mai im deutschen Generalkonsulat in Rumänien.
Seine Frau vernachlässige die Kinder, die sich zudem vor allem zu ihm als
Vater hingezogen fühlten, deswegen habe er sich zu der - im Übrigen gut
vorbereiteten - Entführung hinreißen lassen, argumentierte er vor dem
Amtsgericht Mannheim, wo er gestern wegen Kindesentziehung angeklagt war. Seine
Frau, die das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder hatte, sei
unzugänglich für seine Versuche gewesen, das Sorgerecht gemeinsam auszuüben,
habe Termine platzen lassen und ihm auch sonst im Umgang mit den Mädchen
allerhand Steine in den Weg gelegt. "Ich habe gedacht, wenn die Kinder mal
weg sind, ist sie zum Einlenken bereit'', sagte er. Keinesfalls habe er aber
endgültig mit den Töchtern untertauchen wollen. Er sei völlig verzweifelt
gewesen, die Entführung mithin eine Kurzschlusshandlung.
Der Mutter hat er damit einen nachhaltigen Schrecken eingejagt. "Ich
hatte wahnsinnige Angst, dass er den Kindern etwas antut'', sagte die
30-Jährige vor Gericht. Sie schilderte sich als treu sorgende Mutter und ihren
Noch-Ehemann, von dem sie nur als "Herr Dachtler'' sprach, als Vater, dem
sein Job als Ortsvorsteher weit wichtiger gewesen sei als seine Töchter. Nicht
sie, sondern er sei schuld daran, dass die Ehe gescheitert und es nie zu einer
einvernehmlichen Sorgerechtsvereinbarung gekommen ist.
Mit derlei Konflikten wollte sich der Strafrichter freilich nicht eingehend
befassen. Diese schwierige Aufgabe fällt dem Familienrichter zu. An dessen
Urteil solle sich Dachtler unbedingt halten, legte ihm der Amtsrichter nahe,
"auch wenn Ihnen seine Entscheidung nicht gefällt''. Er jedenfalls
verurteilte den 31-Jährigen, der inzwischen als kaufmännischer Angestellter
arbeitet, zu zehn Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung. Er gestand dem Vater
zu, selbst durchaus der Meinung gewesen zu sein, zum Wohl der Töchter zu
handeln. Damit übernahm der Richter die Argumentation von Verteidiger Heinrich
Borst. Die Liebe des Vaters zu seinen Kindern sei in diesem Fall aber
zwiespältig, sagte der Richter: "Je emotionaler jemand handelt, desto
schwieriger ist die Beurteilung, ob sich so etwas wiederholt.''
Bemerkung vaeternotruf.de:
Bis zum heutigen Tag können
alleinsorgeberechtigte Mütter völlig legal die gemeinsamen Kinder entführen
und untertauchen ohne, dass auch nur ein Hahn oder Staatsanwalt danach kräht.
Karin Jäckel
Ich habe Frank Dachtler nur per eMail, jedoch schon seit der Zeit gekannt,
als er seine Strafe erwartete, mit der er fuer das Kidnapping seiner Kinder zu
rechnen hatte. Eine seiner ersten eMails, die er mir schrieb, war ein Aufschrei
aus tiefster Verzweiflung, zugleich aber immer noch von der Hoffnung erfuellt,
dass die Mutter seiner Kinder doch nicht so gemein sein koenne, ihn als Vater
doch nicht einfach so ausradieren koenne, doch irgendwie zur Vernunft kommen
muesse, dass es doch um die Kinder ginge, die ja nichts dafuer koennten, dass
ihre Eltern sich nicht mehr lieben, dass die Richter dieses Spiel doch
durchschauen muessten.
In der nachfolgenden Zeit erlebte ich mit, wie Frank Dachtler sich in diesem
verzweifelten Kampf um die Kinder von einem leidenschaftlichen Hoffnungstraeger
mit grossem Siegeswillen in einen vor Schmerz, Wut und unertraeglicher Ohnmacht
bruellenden Michael Kohlhaas verwandelte. Seine Trauer, sein Aufbegehren gegen
den Verlust seiner Kinder, sein Widerstand gegen die Paragraphenklauberei der
Justizbeamten und seine in gluehende Wut umgeschlagene einstige Liebe zu der
Mutter seiner Kinder erschienen mir elementar. Zwischen den oft radikal
wirkenden Zeilen, die er mir schrieb, um wenigstens durch diese Wutattacken und
Aufschreie ein wenig von dem Druck abzulassen, unter dem seine Persoenlichkeit
litt, schwang sehr deutlich die suizidale Gefaehrdung mit.
Obwohl ich keine Psychologin bin, war er fuer mich ein lehrbuchhaftes
Beispiel dafuer, wie ein Mensch unter dem Pressdruck eines unabaenderlich immer
unertraeglicher werdenden, scheinbar auswegslosen Lebens zu der einzigen,
letztmoeglichen freien Entscheidung findet, mit der er sich selbst und der
Aussenwelt ein letztes Mal beweisen kann, dass er nicht hilflos, nicht
ohnmaechtig, nicht fuer immer und ewig unterdrueckt ist. Zweimal gelang es mir,
ihn kurz vor dem letzten Schritt zum Innehalten zu bewegen. Selbstmord ist ja
selten das Zeichen dafuer, dass ein Mensch keine Wuensche mehr an das Leben hat
und wirklich nicht mehr leben will. Es ist vielmehr das Zeichen dafuer, dass ein
Mensch so nicht mehr leben will, wie er zu leben gezwungen ist. Sich selbst
dieses Leben zu nehmen, heisst es aus eigenem Entschluss zu beenden und sich aus
der Unertraeglichkeit der erduldeten Fremdbestimmung zu befreien, indem ein
allerletztes Mal eine selbstbestimmte Entscheidung getroffen und in einem
allerletzten Kraftakt durchgefuehrt wird.
Fuer Frank Dachtler mag diese Entscheidung als der letztmoegliche Schritt in
die letztmoegliche Freiheit erschienen sein. Fuer seine Kinder ist sein Schritt
der erste Schritt in die lebenslange Qual der Warum-Fragen. Warum-Fragen dieser
Art habe ich hundertfach gehoert, als ich meine Buecher "Der gebrauchte
Mann", "Im Stich gelassen" und "Furcht vor dem Leben"
recherchierte.
Warum-Fragen wie:
"Papa, warum hast du das getan?"
"Warum hast du mir das angetan?"
"Vati, warum war ich dir nicht wert, dass du leben wolltest?"
"Warum hast du vergessen, dass ich dich liebe und brauche?"
"Dad, warum bin ich nicht bei der Mutter weggelaufen, hin zu dir?"
"Warum bin ich am letzten Abend so boese mit dir gewesen?"
"Papi, warum habe ich dir nicht deutlich genug gezeigt, wie lieb ich dich
habe?" "Papa, warum hast du mich verlassen?"
Fragen, die niemand mehr beantwortet. Fragen, die quaelen und aengstigen,
sich auswirken auf die Sicherheit der Kinder im Leben, auf ihre eigene
Liebesbeziehung und spaeter auf ihre eigenen Kinder. Der Suizid des Vaters
(ebenso wie der Mutter) ist eine Erfahrung, die Vertrauen zerstoert und eine
Angst vor dem Leben erzeugt, die Kinder und Jugendliche nur allzu oft den
Lebensmut und jede Zuversicht in die eigene Kraft verlieren laesst und alle
Energie in eine Spirale aus verzweifelt machtloser Aggressionen verwandelt.
Traurig oft richtet sich diese gegen sich selbst.
Fuer Frank Dachtler war dieser Tage der Moment des Loslassens gekommen. Ob
seine Kinder diesen Moment auf de Suche nach dem Vater und der eigenen
Identitaet jemals finden, bleibt fraglich. Und ob es das war, was der Vater sich
ersehnte? Ich kann es nicht glauben.
Gewiss ist, Frank Dachtler war ein verzweifelter Mann. Am Ende aller
Hoffnung. Fertig von diesem Leben und mit diesem Leben, am Ende eines schweren
Kampfes, ohne Hoffnung auf Besserung. Er hat sich allen Fragen entzogen, um
endlich Ruhe zu finden. Die Mutter seiner Kinder ist es, die eines Tages auf dem
Pruefstein stehen wird und sich von ihnen fragen lassen muss: "Mama, warum
hat Papa das getan? Warum hast du ihm das angetan? Warum hast du es uns angetan?
Warum hast du uns nicht mehr geliebt?" Ob die Mutter darauf ueberzeugende
Antworten hat?
Ich glaube es nicht.
Nur die Verantwortlichen in der Justiz und in den sozialen Diensten werden
ihre Haende in Unschuld waschen. Die in der Justiz haben die Verantwortung an
Gutachter und Jugendamtsamtsexperten abgegeben. Schliesslich haben sie vom
obersten Gericht die Anweisung erhalten, keinen Schritt von der Expertise der
psychologischen und sozialen Experten abzuweichen. Die Experten aber haben nur
nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt und die Verantwortung an die Justiz
abgegeben.
Schliesslich ist ein Urteil zu faellen Sache des Gerichts. Die Schuld ist ein
Chamaeleon. Sie faerbt sich passend zu jedem beliebigen Hintergrund um. Und wer
gewohnt ist, ueber die Schuld der Anderen zu richten, vergisst leicht die
eigene.
Mein Gedanke an Frank Dachtler, den ich leider nicht mehr lebend antraf, als
ich aus Washington DC zurueckkam, wo ich fuer das Recht aller Kinder auf ihre
beiden Eltern gekaempft habe, ist ein kleines Wortbild, an das sein Name mich
erinnert. Dachtler, der Dochte Macher, dessen Docht heruntergebrannt und dessen
Flamme erloschen ist. Im
Geist werde ich ihm und meinen anderen Bekannten, die wie er an der Liebe
gescheitert sind, manchmal, wenn ich spaet nachts noch an meiner Arbeit sitze,
eine Kerze anzuenden.
Karin Jaeckel
Dr.Karin Jaeckel, Autorin
(u.v.a. Deutschland frisst seine Kinder - Der gebrauchte Mann -
Die Frau an seiner Seite - Furcht vor dem Leben - Monika.B.)
Hansjakobstr.5*77704 Oberkirch